Über die Route
Routenübersicht
Der Semmering ist ein historischer Bergkurort in Niederösterreich (985 m) an der Grenze zur Steiermark, mit dem alpinen Waldklima, das den österreichischen großstädtischen Sommerfrische-Kurort der Belle Époque hervorbrachte, vor allem aber Schauplatz eines ingenieurtechnischen Wunders — die Semmeringbahn, 1998 als erste Gebirgseisenbahn der Welt in alpinem Paradigma in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen (1848-1854, Carl Ritter von Ghega, österreichischer Ingenieur-Architekt). Die 41 km lange Strecke überwindet 460 m Höhenunterschied durch die Ostalpen mit 14 Tunneln (längster 1430 m), 16 Viadukten (das berühmteste, das zweistöckige Kalte Rinne, ist 184 m lang), 100 Steinbrücken und Kurven von 190 m Radius — alles in sechs Jahren von 20 000 Arbeitern (700 Tote) per Hand geschlagen. Es war die erste Bahn der Welt, die Gebirgstunnel und Viadukte in diesem Maßstab errichtete, und inspirierte spätere Transportbahnen (Mont Cenis 1871, Gotthard 1882, Brenner). Die Eröffnung 1854 begründete die Ära der Semmering-Kurorte — ab 1880 errichteten die Wiener Aristokratie und das Bürgertum hier Sommerfrische-Villen und Belle-Époque-Grandhotels: Hotel Panhans (1888, 384 Zimmer, Ballsaal), Südbahn-Hotel (1882, 600-Zimmer-Palastresidenz, heute teils verlassen), Kurhaus Semmering. Zu Gast waren: Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Gustav Mahler, Sigmund Freud, Karl Lueger. Heute ist Semmering auch ein Skiresort (Hirschenkogel 1340 m, 14 km Pisten, Zauberberg Semmering Seilbahn). 90 km auf der A2 und der S6 (Semmering Schnellstraße) zum Semmering, 1 h 15 min. Der Service ist 24/7 aktiv. Ab 480 EUR im Mercedes E-Klasse für 1-3 Passagiere.